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August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.

NatĂĽrlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wĂĽnsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




21.02.2024

NatĂĽrlich alt werden

Wer stark, gesund und jung bleiben und seine Lebenszeit verlängern will, der sei mäßig in allem, atme reine Luft, treibe täglich Hautpflege und Körperübung, halte den Kopf kalt, die Füße warm und heile ein kleines Weh eher durch Fasten als durch Arzneien. So die Empfehlung von Hippokrates!
Für mich bedeutet natürlich altern, dass ich nicht durch Medikamente hochgezüchtet bin und durch Sport künstlich jung und fit gehalten werde. Normale Bewegungen sind in den Alltag eingebaut, wie zum Beispiel Stufen steigen, sich Bücken, Lasten tragen, Hockerln bei der Gartenarbeit, usw.
Eine natürliche Alterung beinhaltet alle natürlichen Alterserscheinungen. Schlechter sehen und hören, die Haut altert, die Muskulatur schrumpft nicht so sehr, wie beim künstlichen Altern. 
Viel Muße und Innenarbeit ist angesagt. Mein Körper macht nur mehr die notwendigen Bewegungen. Dadurch baue ich keine Muskelmasse ab. Die Alterungsprozesse lassen sich ja nicht stoppen, sondern nur verzögern. Das Leben wird beim künstlichen Altern mit Hilfsmittel aufrechterhalten. Ist das Leben?

Herzlichst
August

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14.02.2024

Vater unser

Im Vater unser findet sich keine Bitte um Reichtümer, kein Gedanke an gesellschaftlichen Aufstieg, kein Verlangen nach Macht und Erfolg, keine Erwähnung leiblicher Gesundheit oder des zeitlichen Lebens. 
Gott will um nichts Hinfälliges, Wertloses, mit der Zeit Vergängliches gebeten werden. In den Bitten geht es um Ewiges, um Heilung und Erlösung, um Vergebung, darum, dass sein Wille geschehe und er uns führt.
Dass sein Reich kommt, erkennt man zum Beispiel an folgenden Fakten:
Die Liebe strömt aus reinem Herzen zum anderen. Sie erwartet nichts, sie fordert nichts, sie erhofft nichts, ist mit keinem Wunsch verbunden.
Verbissenheit und verletzende Aggressivität weicht einer durch Verständnis gewachsenen Ruhe.
Überheblichkeit wird abgebaut und Demut zieht in unser Herz ein.

Herzlichst
August

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07.02.2024

Allein sein

Ich verstehe jetzt die Aussage des Hl. Augustinus: Unruhig ist mein Herz, bis es ruht in dir!
Jeder Mensch kennt das Alleinsein und erfährt das im Laufe seines Lebens immer wieder. Es ist unabänderlich. Es birgt aber eine Portion Freiheit und Unabhängigkeit von den Mitmenschen. Nur im Alleinsein können wir uns selber finden. Alleinsein bedeutet nicht Einsamkeit, sondern die Chance, sich selbst zu begegnen. 
Über den Hl. Benedikt sagte sein Biograf, Papst Gregor: „Er ging zurück in seine geliebte Einsamkeit und wohnte bei sich selbst im Angesicht Gottes.“
Ich weiß jetzt, wie kostbar es ist, für jemand da zu sein, für Gott da zu sein. Mein nächster Schritt: Den Menschen vermitteln, sie sind nicht allein, sondern Gott ist für sie da, auch ich als verlängerter Arm Gottes auf Erden. Jeder Mensch kann in gewissen Situationen ein Helfer (Engel) für den Nächsten sein.

Herzlichst
August

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31.01.2024

Vertrauen

Vertrauen ist etwas Existentielles und hilft zu leben. Ob und wieviel Vertrauen ich entwickeln kann, ist von vielen Faktoren abhängig.
Beispielsweise:
Wie habe ich meine Kindheit erlebt? Wie oft musste ich Enttäuschungen hinnehmen?
Welches Bild habe ich von mir und von den Mitmenschen? 
Welches Gottesbild bestimmt mein Leben? Kommt Gott in meinem Leben überhaupt vor?
Gibt es eine geglückte Eltern-Kind-Beziehung? Habe ich Geborgenheit und Zuverlässigkeit erfahren?
Wie setze ich mich mit mir, dem Leben und Gott auseinander?
Die meisten Lebensgeschichten haben einen Vertrauensknick und damit auch einen Knick in der Gottesbeziehung. Mit dem schwindenden Vertrauen in Gott beginnt die Schule der Vertrauenssuche und des Gottvertrauens, diese Ausbildung dauert ein Leben lang. 
Meine Erfahrung ist, dass Gott da ist und mir ganz nah ist. Ich vertraue nicht umsonst. Gott gibt immer mehr als man erwartet. Vertrauen ist kein Gefühl, sondern eine Haltung. Vertrauen ist immer ein Wagnis mit offenem Ausgang. Vertrauen zu Gott, ins Leben, zu mir selbst und zu anderen Menschen stehen in engem Bezug. 
Ein Leben ohne Vertrauen ist unvergleichlich schwieriger und kann sich auf die psychische Gesundheit auswirken. Dankbarkeit stärkt unser Vertrauen.

Herzlichst
August

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24.01.2024

Beitrag zur Verbesserung der Welt

Eine Klientin kam zum Coaching mit dem Wunsch, einen kleinen Beitrag für die Welt zu leisten. Nachdem ich selbst keine Antwort wusste, fragte ich Gott, was ich der jungen Dame mitgeben könnte. Gott sagte: Sie soll pro Woche mindestens einen und höchstens zwei Faulenzertage halten. Faulenzen heißt wirklich nichts tun, keinen Sport oder sonstige Freizeitaktivitäten und Ablenkungen, sondern mit der „Seele baumeln“.
Mir kam dieser Tipp etwas eigenartig vor und so überlegte ich am Abend den Sinn dieses Vorschlages. Da erst wusste ich, wie genial dieser Vorschlag war. Wenn alle Erdbewohner (ganz besonders die in den Industrieländern) pro Woche mindestens einen Faulenzertag halten würden, würde sich das Thema Energie und vieles andere auch schlagartig Richtung Lösung bewegen.

Herzlichst
August

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17.01.2024

Lectio divina – Göttliche Schriftlesung

Immer wieder bemerke ich, dass Menschen am Lesen geistlicher Literatur interessiert sind. Intuitiv wissen sie, dass sie diese Texte anders lesen müssen, wie einen Roman oder eine Kurzgeschichte.
Dies gilt im speziellen auch für die Bibel, die Hl. Schrift der Christen. Wie sollte man dieses Weisheitsbuch lesen? Da fällt mir ein Zitat des Hl. Basilius ein, der gesagt haben soll, dass die Bibel nicht das Wort Gottes ist, sondern, dass sich dieses erst durch das Lesen der Bibel erschließt.
Was bedeutet das? Als erstes sollte man wissen, in welcher Zeit das Werk geschrieben wurde. Nehmen wir zum Beispiel die Bibelstelle, in der es heißt: „Wenn dich jemand auf die linke Backe schlägt, halte ihm auch die rechte Backe hin.“ In der Zeit, wo das geschrieben wurde, galt als Regelung: Wenn du einem Sklaven auf die linke und rechte Backe schlägst, dann gibst du ihn frei. Dies ist die reale Ebene der Interpretation, die man kennen muss, da man sonst einen falschen Schluss zieht.
Es gibt eine tiefere Bedeutung eines Werkes, die sich dem Leser je nach seiner spirituellen Reife erschließt. Man erkennt, dass es ein symbolhaftes Geschehen ist, mit dem man konfrontiert wird. Ein Beispiel: Wenn Moses mit seinem Stab gegen einen Stein schlägt und dann aus dem Stein Wasser fließt, so kann das symbolisch bedeuten: Wenn du mit deiner Liebe ein steinernes Herz berührst, so kann sogar daraus Liebe oder Wasser des Lebens fließen.
So erlebt man oft in Bibelkreisen, in denen die Bibel gemeinsam gelesen wird, dass Gott zu jedem Teilnehmer etwas anderes spricht. Da bewahrheitet sich wieder die Erkenntnis, dass die Bibel nicht das Wort Gottes ist, sondern erst durch das Lesen sich das Wort Gottes erschließt. Eben durch die einmaligen Gedanken, die dem Leser dabei einfallen.

Herzlichst
August

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10.01.2024

Unterscheidung der Geister

Unterscheidung ist gefragt zwischen den Gnadengaben des Heiligen Geistes und den Wahnvorstellungen Satans. 
An der Wirkung kann man erkennen, ob etwas von Gott oder Satan kommt: 
Das Herz wird ängstlich, hart und verschließt sich, die widergöttlichen Kräfte sind am Werk.
Das Herz wird ruhig, ganz sanft und lässt die Früchte des Heiligen Geistes sprießen: die Freude, den Frieden, die Langmut, die Güte, das Mitgefühl, die Liebe und die Demut. Die Seele empfängt einen großen Jubel.
Der Teufel, auch wenn er als Engel des Lichtes erscheint, kann niemals Sanftmut, Demut oder auch Hass vermitteln. Stattdessen bringt er Feigheit, Überheblichkeit und Hochmut. 
Eine beliebte List: Die Dämonen teilen sich in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe greift an, die andere Gruppe kommt als Engel zu Hilfe. Dadurch glaubt man, die zweite Gruppe sind die Guten.

Herzlichst
August

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03.01.2024

Widergöttliche Kräfte

Es ist höchst erstaunlich, wie vergessen und verdrängt die Tatsache der widergöttlichen Kräfte in unserer heutigen Zeit ist, bzw. gibt es kaum ein Wissen darüber. 
Im Zusammenhang mit dem beginnenden dritten Modul des Meisterkurses sehe ich, wie die widergöttlichen Kräfte zu wirken beginnen. Am allerwenigsten bei mir, dafür umso stärker in meinem Umfeld. Zum Beispiel der Schnupfen bei einer Teilnehmerin, der sofort weg war, als erkannt wurde, dass es ein Werk der widergöttlichen Kräfte ist, um die Teilnahme zu verhindern. 
Die widergöttlichen Kräfte sind keine Gegner oder Gefahr, sondern Hilfskräfte Gottes. Wenn ich mich von ihnen berühren lasse, dann können sie integriert werden. Die widergöttlichen Kräfte helfen bei der Erdung, es gibt eine gute Beziehung zwischen den widergöttlichen Kräften und Gott, eine Partnerschaft. Sie testen immer wieder wie gefestigt jemand in seinem Gottvertrauen ist.
Man sollte sich von ihnen nicht einlullen lassen, sie sind extrem raffiniert, sie verbergen sich nicht nur hinter unangenehmen Dingen, sondern sehr gerne auch hinter sehr angenehmen Zuständen. Es hilft, die Wahrnehmungsschwelle zu senken, um ihr Tun sehen zu können.

Herzlichst
August

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27.12.2023

Versuchungen


In meinem Leben spielen der Teufel und die Engel keine Rolle mehr, sie sind gegangen. Sie begegnen mir mit ihren Versuchungen nur mehr über andere Menschen. Gott versucht mich nicht über Gebühr, bzw. stellt er mir alle Mittel zur Bewältigung der Versuchung zur Verfügung. Für mich hat sich vor geraumer Zeit der Zugang zu geistlichen Helfern eröffnet, es gibt sie in Form der Heiligen. 
Ich bin im Laufe meines Lebens jeder weltlichen Versuchung erlegen. Man kann eine Versuchung nur überwinden, indem man ihr erliegt.
Die drei großen Versuchungen sind:
Habsucht oder Geld, ich erkenne diese Versuchung daran, wie ich reagiere, wenn mir etwas verlustig geht. Spiritueller Zugang: Gott besitzt alles!
Herrschsucht oder Macht, die sind immer da, egal ob es mir bewusst ist oder nicht. Es ist entscheidend wofür ich sie einsetze und sie nutze. Spiritueller Zugang: Gott hat und ist die Allmacht.
Eitle Ehrsucht oder Ruhm, manchmal tritt sie auch in Form von Geltungssucht auf. Ein Beispiel: Herr, vergib ihnen, dass sie mich ehren. Herr, vergib mir, dass es mir gefällt. Spiritueller Zugang: Wenn du dich für etwas rühmst, rühme dich des Herrn.
Im Vater unser heißt es: Und führe uns nicht in Versuchung – es ist damit eine besondere Versuchung gemeint, nämlich der Abfall und die Absage an Gott. Ich bezeichne das als Anerkennung der Herrschaft der widergöttlichen Kräfte und die Abwendung von der Gottesherrschaft. 
Da wir auf dieser Welt wohnen, ist es unmöglich vor den Versuchungen der Welt bewahrt zu werden. Vielmehr stellen sie für uns einen Lernprozess dar, wir sind herausgefordert, Versuchungen zu erkennen und damit umzugehen.

Herzlichst
August

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20.12.2023

Liebe

Die Liebe kann umso stärker strömen und sich entfalten, je mehr sie auf Gott ausgerichtet ist. Dies gilt sowohl für das Geben der Liebe, als auch für das Empfangen der Liebe.
Menschliche Liebe braucht Ruhepausen, damit sie nicht ausbrennt und sich verzehrt, sondern wachsen und sich immer neu verschenken kann. Also Zeiten der „stillen“ Liebe und Besinnung auf die Selbstliebe. 
Gott will mir in seiner Liebe absolut keine Leiden zufügen. Es kann aber ein Reinigungs- und Läuterungsprozess meiner Seele notwendig sein, der sowohl äußere als auch innerliche Schmerzen bedingt.
Grundregel: Was ich nicht erkenne, im Sinne von erkennen mit dem Herzen, kann ich auch nicht lieben!

Herzlichst
August

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13.12.2023

Gedanken zu Leben und Tod

Da der Tod der wahre Endzweck unseres Lebens ist, so habe ich mich mit diesem wahren, besten Freund des Menschen bekannt gemacht, dass sein Bild allein nichts Schreckliches mehr für mich hat. (Mozart)
Der Tod lächelt uns alle an, das einzige, was man machen kann, ist zurücklächeln. (Marc Aurel)
Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und eine Last fallen lassen dürfen, die man lange getragen hat, das ist eine köstliche, wunderbare Sache. (Hermann Hesse)
Mit jedem Menschen stirbt eine Welt, aber kein Mensch stirbt für sich, jeder, der von uns geht, nimmt ein Stück von uns mit. Jeder, der Abschied genommen hat, hat uns ein wenig sterben gelernt. (Gerhart Hauptmann)
Durch das Weinen fließt die Traurigkeit aus der Seele heraus. (Thomas von Aquin)
Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter. (Rilke)
Die Bande der Liebe werden mit dem Tod nicht durchschnitten. (Thomas Mann)

Herzlichst
August

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06.12.2023

Gedanken zu Leben und Tod

Der Mensch muss keine Angst vor dem Tod haben, eher vor dem ungelebten Leben. (Marc Aurel)
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das weiß, dass es sterben wird. Die Verdrängung dieses Wissens ist das einzige Drama des Menschen. (Friedrich Dürrenmatt)
Das was dem Leben Sinn verleiht, gibt auch dem Tod Sinn. (Exupery)
Wie ein gut verbrachter Tag einen glücklichen Schlaf beschert, so beschert ein gut verbrachtes Leben einen glücklichen Tod. (Goethe)
Mich lässt der Gedanke an den Tod in völliger Ruhe. Ist es doch so wie mit der Sonne. Wir sehen sie am Horizont untergehen, aber wissen, dass sie „drüben“ weiter scheint. (Leonardo da Vinci)
Niemand kennt den Tod, es weiß auch keiner, ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist. (Sokrates)

Herzlichst
August

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29.11.2023

Nichtstun

Unser Leistungsdenken empfindet den Zustand des Nichtstuns als passiv und sinnlos. Manchmal tue ich etwas, damit das Gefühl von Leistung mein Gewissen entlastet. 
Das Wesentliche vollzieht sich nur im Geschehenlassen. Ich muss lernen, nichts zu tun und Gott alles zu überlassen. Ich übe mich darin, mich ganz dem Willen Gottes zu fügen.
Das Vornehmste ist es, mein Herz wie ein weißes Blatt Papier offen zu legen, damit die göttliche Weisheit darauf schreiben kann, was ihr gefällt.
Beim inneren Nixtun geht es um die Entfernung der inneren Antreiber, die mich ständig beschäftigen mit ihren meist unberechtigten Sorgen antreiben oder hetzen: einen Antreiber zu haben ist in Ordnung, wenn er zur Berufung antreibt. Problematisch wird es, wenn er nicht nur antreibt, sondern hetzt.

Herzlichst
August

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22.11.2023

Wut und Ă„rger

Mein Ärger beschädigt mich, wenn ich ihn nicht ausdrücke. Er vergiftet mich innerlich. Ich muss mich fragen, was mich der Ärger lehrt, was er mir sagt. Und dann handeln. Dann vergifte ich mich nicht.
Die Wut eröffnet uns den Zugang zu unseren ureigensten Gefühlen. Je mehr Menschen auf dieser Welt um falsche Harmonie bemüht sind und jeden Konflikt vermeiden wollen, umso mehr wächst die Wut im Inneren. Wut wird häufig massiv verdrängt. Sie staut sich dann auf und explodiert oft im falschen Moment.
In der griechischen Mythologie ist die Harmonia eine Tochter des Kriegsgottes Ares und der Liebesgöttin Aphrodite. Echte Harmonie ist ein Kind der Liebe und des Krieges. Harmonisieren ist etwas anderes. Dieser Begriff bedeutet über negative Gefühle oder eben Wut einen Mantel der Harmonie zu legen. Wut ist eingesperrte Liebe, die sich nicht äußern konnte.

Herzlichst
August

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15.11.2023

Toleranz

Wenn ich nicht aufhöre, Verhalten zu tolerieren, welches mich kränkt, verletzt, schmerzt, ärgert, u.ä., kann ich nicht mehr tolerant sein. Diesen Satz schenkte mir eine Teilnehmerin meiner Seminare spontan. 
Er drückt etwas aus, was mir in den letzten Coachings immer wieder begegnet. Menschen tolerieren über Jahre oder sogar Jahrzehnte das ungehörige Verhalten ihrer Mitmenschen, ohne etwas zu sagen oder sich zu wehren. 
Aber eines Tages ist der Zeitpunkt erreicht, wo die Seele nicht mehr mitspielt. Dann geht aber gar nichts mehr! Dann ist eine radikale Veränderung notwendig. Ich darf und kann absolut nichts mehr tolerieren. Wenn das gelingt, kann ich wieder tolerant werden, als bewusste Entscheidung. 

Herzlichst
August

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08.11.2023

Danke-Sagen

Für mich ein liebgewonnenes Ritual ist am Abend danke sagen für alles, was ich an diesem Tag im Namen Gottes machen durfte. Nicht als Automatismus, sondern in Form einer bewussten Hinwendung.
Diese Übung stärkt den Selbstwert und sorgt für eine Verbesserung meiner Beziehung zu Gott. Diese Übung kann mir zeigen, was wirklich wichtig ist und was im Sinne Gottes ist. Sie macht mir - durch Reflektion - die Sichtweise Gottes deutlicher bewusst.

Herzlichst
August

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01.11.2023

Irischer Segenspruch

Herr, sei über uns und behüte uns!
Herr, sei unter uns und trage uns!
Herr, sei vor uns und weise uns den Weg!
Herr, sei hinter uns und stärke uns den Rücken!
Herr, sei neben uns und begleite uns!
Herr, sei in uns und gib uns deine Kraft im Herzen!
Herr, segne uns, damit wir auch ein Segen für andere Menschen sind!

Herzlichst
August

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25.10.2023

Reich Gottes

Sich auf das Reich Gottes ausrichten heißt, bei der Wahrnehmung zu sein. Das ist Sein in der Gegenwart. Wahrnehmung bringt in die Gegenwart und damit auch in die Gegenwart Gottes. Das ist die tiefere Bedeutung von „ausculta“. Ausculta bedeutet mit allen Sinnen wahrnehmen.
Gott sagt zu mir: Sei nicht gut! Sei wahr! Ich muss im Einklang mit mir selber sein.
Charismatische Gaben bedeuten wenig vor Gott, wenn sie nicht zur Gottesliebe, Selbstliebe und Nächstenliebe führen. Daher: frage nicht, was Gott für dich tun kann, sondern frag, was du für Gott tun kannst. Man kann Gott erst dann voll dienen, wenn man keinen Sinn mehr braucht: vom Sinn der Sinnlosigkeit.
Wie wirkt Gottes Geist? Gottes Geist macht aus zweien eins, das Böse macht aus einem zwei (=diabolisch, griechisch: diabollein = auseinanderwerfen/trennen). Im Geist Gottes leben heißt: zusammenfügen, vergeben, zulassen, einschließen und froh annehmen. Dia-bol ist zerstreuend. Sym-bol dagegen bedeutet äußere Ereignisse mit inneren in Verbindung bringen.

Herzlichst
August

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18.10.2023

Gottesbeziehung

Müdigkeit, Angst, Überforderung und ähnliche Gefühlszustände, die das Herz verschließen, behindern auch die Gottesbeziehung.
Als ich durch die Augen Gottes die Welt sah, bemerkte ich die Beziehungslosigkeit zwischen Gott und den Menschen. Gott nimmt die Menschen ganz klar wahr, die Menschen jedoch sehen IHN nicht. Sie empfinden IHN als abwesend. 
Alle Menschen haben einen Zugang zu Gott, aber jeder einen anderen. Viele trauen sich damit nicht nach außen, sie bleiben lieber in ihren Löchern. Das stimmt Gott traurig.
Es ist ein Unterschied, ob ich der Menschen Werk anbete oder Gottes Werk. Wenn ich ein schön geblasenes Glas ansehe, dann erfreue ich mich an des Menschen Werk. Wenn ich die unberührte Natur ansehe, dann ist das Gottes Werk. Alles Natürliche ist Gottes Werk. Sonst verherrliche ich der Menschen Werk. Auch wenn ich Bauwerke oder anderes von Menschen geschaffenes ansehe, verherrliche ich den Menschen und nicht Gott.
Gott zeigte mir alle Schönheiten dieser Welt. Ich erkenne, dass die Welt keine Veränderung braucht. Wir Menschen brauchen eine Veränderung. Das bringt zu Gott.

Herzlichst
August

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11.10.2023

Loslassen

In einem Coaching habe ich das innere Bild von der weggerissenen zweiten Buchhälfte. Ich entdeckte dieses Phänomen bei der Begleitung eines Mannes, der sich von seiner Frau getrennt hatte. Er hatte sein Leben innerlich in einem Buch schon bis zum Lebensende geschrieben. Durch die Trennung wurde die zweite Hälfte des Buches weggerissen. Das ist ein großer Verlust. Dieser Teil ist weg und muss neu gefunden und dann beschrieben werden.
Etwas Ähnliches sah ich bei einer Frau: sie musste die Zweisamkeit mit ihrem verstorbenen Mann extra loslassen, weil sie ein elementarer Bestandteil ihrer Beziehung war. 
In einem anderen Fall vermisste eine Frau das frühere Leben. Ihr Vater war reich und konnte ihr ein schönes Leben bieten. Das musste sie loslassen, als es auf einmal für immer vorbei war.

Herzlichst
August