03.12.2025
Warum fällt mir Dankbarkeit so schwer?
Ich tu mir so schwer mit dem Dankbarsein. Wie kann das leichter werden? Diese Frage wurde mir gestellt. Ich habe dazu folgende Überlegungen angestellt:
Eine Möglichkeit ist, sich an positive Momente zu erinnern. In Form von Bildern inneren und auch äußeren, ein Glückstagebuch zu führen und ähnliches. Und dann beginne damit, dafür dankbar zu sein. Wichtig ist auch daran zu denken, dass jedes Minus auch ein Plus hat. Das bedeutet, dass ich mir immer auch die zweite Seite einer Sache, Angelegenheit, usw. anschauen sollte.
Warum kann ich gar nicht dankbar sein?
Da ist meistens ein verschlossenes oder verwundetes Herz die Ursache. Da stellt sich die Frage, wie kann man es heilen?
Um es zu heilen gilt es, sich die eigenen Ängste anzuschauen. Des Weiteren eine vorhandene Trauer auszuleben, Abschiede und Verluste zu betrauern. Auch Aggressionen sollten abgebaut werden, indem ich auf den Schmerz dahinter schaue, usf. Auch die Liebe eines Menschen, die wie Balsam ist, kann ein verschlossenes Herz öffnen. Und nicht zuletzt spielt auch Vergebung eine große Rolle. Wenn ich nicht vergeben kann, bleiben die Wunden die mir andere oder ich mir selbst zugefügt habe und dann kann das Herz auch nicht heil werden. Ein ganz wesentlicher Punkt ist auch, dass man sein Schicksal annimmt.
Herzlichst
August

26.11.2025
Dankbarkeit als spiritueller Weg
Dankbarkeit ist ein Königspfad zu Gott. Verbunden mit der Dankbarkeit ist auch das Bitten.
Gott bitten – wie geht das? Es gibt zwei Wege Gott zu bitten:
Erstens: Ich übergebe alles an Gott mit der Bitte um Wandlung. Ich belasse es bei ihm und hole es mir nicht mehr zurück. Ich übergebe die Angelegenheit ganz an Gott im Sinne von dein Wille geschehe.
Zweitens: Ich bitte um Gottes Beistand bei einem Projekt, Thema, usf. Ich bemühe mich, mein Bestes zu geben und bitte Gott um Unterstützung, wirke aber im Rahmen meiner Möglichkeiten noch mit.
Gott danken – wie geht das?
Gott danken geschieht durch den Ausdruck der Freude am Erhaltenen.
Jesus heilte 10 Aussätzige. Nur einer kam zurück und dankte Gott.
Jesus dankte Gott und brach das Brot, so wie es die Priester in der Messfeier tun (Wandlung).
Ich beziehe die Dankbarkeit in meine täglichen Lebensvollzüge mit ein.
Wenn alles ein Geschenk Gottes ist, dann sollte unsere Dankbarkeit die Anwendung der uns geschenkten Gaben sein.
Dankbarkeit braucht ein Gegenüber. Gott ist unser wichtigstes Gegenüber.
Was hat Dankbarkeit mit Freude zu tun? Wenn ich mich nicht würdig fühle der Gabe Gottes, dann bin ich dankbar. Fühle ich mich würdig, dann freue ich mich über die Gaben Gottes und drücke so meine Dankbarkeit aus.
Vergelt‘s Gott drückt die Dankbarkeit aus, in dem Wissen, dass nichts durch mich geschieht, ALLES kommt von Gott.
Wirklich tiefe Dankbarkeit können wir erst in der Stille spüren.
Herzlichst
August

19.11.2025
Wozu führt ein Mangel an Dankbarkeit?
Armut auch im geistlichen, emotionalen und spirituellen Sinn, ist ein Mangel an Dankbarkeit. Obwohl alles da ist, greifen viele nicht zu.
Warum greifen sie nicht zu? Da gibt es einige Möglichkeiten, die mit der erlebten Form der Sozialisierung in der Familie, dem Umfeld und der gesellschaftlichen Schicht zu tun hat:
Zum einen kann es an einer speziellen Form der „Blindheit“ liegen. Sie können nicht sehen, was da ist. Zum anderen, wird die Fülle doch wahrgenommen, so erlauben sie sich nicht, sie zu nehmen. Weiters spielt der Minderwert eine Rolle, die Menschen haben das Gefühl, es nicht wert zu sein, es steht ihnen nicht zu. Der nächste Punkt ist, dass es eine Angst gibt, das Erhaltene gleich wieder zu verlieren, da greifen sie lieber erst gar nicht zu. Manche sind auch von der Fülle überfordert, sie können damit nicht umgehen, bzw. weil sie es nicht kennen und nicht bedienen können, wird erst gar nicht genommen.
Was ist, wenn jemand nicht dankbar ist? Empfundene innere Armut ist die Folge.
Herzlichst
August

12.11.2025
Essenzieller Mangel
Wir verbringen einen Gutteil unserer Lebenszeit mit dem Füllen von „Löchern“ (Mutterloch, Vaterloch, …). Dies hat immer mit der Erfahrung von essenziellem Mangel zu tun. Wahrscheinlich ist das die Wurzel des Mangeldenkens (ich bekomme nicht genug) und des Reparaturblicks (nichts ist gut genug).
Mutterloch, Vaterloch entstehen durch Defizite in der Kindheit. Entweder durch die tatsächliche Abwesenheit oder durch die emotionale Abwesenheit von Vater und/oder Mutter. Emotionale Abwesenheit entsteht durch Erkrankung, psychische Erkrankung oder aber auch durch permanente Überforderung und Hilflosigkeit. Ebenso, wenn das Kind als Partnerersatz herangezogen wird und vor allem durch jede Form von Missbrauch, emotionalem, seelischem und körperlichem.
Bei den Kindern entstehen Defizite, die sie entweder überkompensieren oder es zeigt sich in Form von Minderwert, Neid, das Gefühl nicht geschätzt zu werden, ausgenutzt zu werden, Empathielosigkeit, Helfersyndrom, schlimmstenfalls durch psychische Erkrankungen.
Letztendlich ist es der Mangel an Liebe! Damit verbunden das nicht Erleben von Geborgenheit, Schutz, Vertrauen und anerkennender Wertschätzung.
Herzlichst
August

05.11.2025
Verhalten ändern
Dabei geht es um Verhaltensmuster, die man sich in der Kindheit angeeignet hat, als Strategie, um mit den Anforderungen des Lebens zu Rande zu kommen. Andere Verhaltensmuster sind systemisch, also welche, die ich in meinem Familiensystem erlernt und übernommen habe. Im Erwachsenenalter stellt sich dann heraus, dass diese Verhaltensweisen nicht mehr lebensförderlich sind, häufig sogar lebensschädigend.
Wie kann man also ein negatives Verhalten ändern? Zuerst braucht es ein Bewusstsein dafür, dass ein Verhalten schädigend ist. Daraus entsteht dann der Wunsch etwas zu verändern. Die meisten versuchen, sich ein völlig neues Verhalten anzulernen. Das funktioniert nicht, man fällt schnell wieder in das alte Verhalten zurück, besonders in Stresssituationen. Das alte Verhalten wurde meist länger geübt, als das neue. Man beherrscht es auf Abruf.
Erfolgreicher ist es, das alte Verhalten Stück für Stück weiter zu entwickeln. Zu schauen, was ist doch noch brauchbar, was kann ich ergänzen, was sollte ich ganz weg lassen.
Herzlichst
August

29.10.2025
Universität des Lebens
Die Universität des Lebens bietet uns alles an, was wir für unsere Entwicklung und unser persönliches Leben brauchen. Das Leben schult uns auch ohne unser Einverständnis. Wenn wir es zulassen, werden wir auch von Gott geschult.
Ich habe in der Universität des Lebens und durch Gott gelernt. Dafür bin ich sehr sehr dankbar. Diese Dankbarkeit möchte ich in meinen Vorträgen spürbar werden lassen. Ich kann den ZuhörerInnen nicht sagen, wie Vieles geht. Sie lernen es, indem sie nach Innen horchen und durch andere lernen, die ihnen in der Gruppe und in Aufstellungen eine Räuberleiter anbieten. Ich helfe ihnen, es selber in sich zu entdecken.
Herzlichst
August

22.10.2025
Gottesbild
Das Vorbild der Eltern ist eine Vorlage für ein Gottesbild. Als Erwachsener sehe ich, dass ich dann ein Abbild Gottes bin, wenn ich der bin, der ich bin. Das, was ich bin, ist etwas Veränderbares, es wächst und ändert sich.
Ich bin ein Baby, ein Kind, ein Jugendlicher, ein Erwachsener, ein Greis. Ich bin und verändere mich. Wenn ich mit Gott EINS bin, dann bin ich der, der ich bin. Das ist wandelbar. Das Innere kann sich vollkommen wandeln, auch wenn die äußeren Gegebenheiten gleich bleiben. Unser optisch Äußeres unterliegt jedenfalls einem Wandel, auch wenn es keinen inneren Wandel geben sollte.
Es ist wichtig zu erkennen, dass man mit dem jeweiligen Zustand, wie er ist, zufrieden ist. Erst dann kann sich etwas wandeln.
Herzlichst
August

15.10.2025
Selbstmissbrauch
Selbstmissbrauch als Teil des Missbrauchs. Wenn in einer Familie der Missbrauch Alltag ist, damit ist aber nicht der sexuelle Missbrauch gemeint, dann findet er unbemerkt in allen Lebensbereichen statt. Es gibt Formen des Missbrauchs die häufig vorkommen, wie emotionaler Missbrauch, Machtmissbrauch, Ausnutzen eines Abhängigkeitsverhältnisses.
Werden diese Arten des Missbrauchs in der Familie erlebt, wird der Missbrauch bei sich selbst ganz normal. Denn er wird als solcher nicht erkannt, weil es einem erlernten Verhalten im Familiensystem entspricht. Selbstausbeutung bis an die Grenze des Möglichen kann dann passieren, da es keine Erfahrung mit Regulierung gibt. Es gibt auch keine Möglichkeit ein Sensorium dafür zu entwickeln, dass es sich um Missbrauch bzw. Selbstmissbrauch handelt, er wird als völlig normal erlebt.
Selbstmissbrauch beinhaltet alle Formen von Selbstausbeutung, Selbstverleugnung, Selbstschädigung, usf.
Erst eine Bewusstmachung des Verhaltens durch Therapie, Reflexion oder Selbsterfahrung kann eine Veränderung herbeiführen.
Herzlichst
August

08.10.2025
Kritikfähigkeit
Welche Kritiken lasse ich nicht zu? Habe ich Menschen, die mich kritisieren bzw die Wahrheit sagen? Das kann sich jeder selber fragen, bzw. beantworten. Ich stelle mir diese Fragen regelmäßig, da sie einer Veränderung unterliegen, je nach Lebensalter und persönlicher Entwicklung.
Ich liebe Kritik, wenn sie von profunden Kennern kommt. Daraus kann ich neue Erkenntnisse schöpfen, Korrekturen vornehmen, mein Spektrum erweitern, ich empfinde Kritik dann als bereichernd.
Ich liebe es allerdings nicht, wenn Menschen mir gegenüber ihre Ängste in Form von Kritik äußern.
Herzlichst
August

01.10.2025
Geschenk
Was für ein Geschenk ist es, wenn sich jemand ganz schenkt! Es ist eine außergewöhnliche Erfahrung, die etwas Heiliges in sich birgt. So muss es Gott gehen, wenn ein Mensch sich ihm schenkt.
Ein Mensch schenkt sich. Wenn das Geschenk ankommt, dann freut sich der Beschenkte. Die Freude des Beschenkten öffnet den Schenker noch mehr. Dadurch wird er als Geschenk noch kostbarer, was die Freude beim Beschenkten hebt usf. Es ist eine zutiefst spirituelle Erfahrung. Voraussetzung dafür ist eine große, vertrauensvolle Liebe, die völlige Angstfreiheit beinhaltet.
Die Bitte an Gott oder an einen geliebten Menschen gerichtet: Hör nie auf, dich zu schenken. Hör nie auf, dich beschenken zu lassen.
Herzlichst
August

24.09.2025
Überforderung
Wenn ich denke, ich kann alles aus eigener Kraft schaffen, zieht sich Gott zurück. Solange ich denke, ich schaffe es irgendwie oder auch ich schaffe es nicht mehr, erfahre ich keine Hilfe. Erst wenn ich Gott aus tiefstem Herzen bitte, kann Hilfe kommen.
Viele Menschen begleitet das Thema Überforderung ein Leben lang, weil das Leben zur Gänze überfordernd ist. Schilddrüsenerkrankungen, auch Autoimmunerkrankungen können ein manifester Hinweis auf permanente Überforderung sein.
Das Leben bietet uns Schulungen zu diesem Thema an. Es geht darum, die nahende Überforderung rechtzeitig zu erkennen und mit Gottes Hilfe damit umzugehen. Es ist auch wichtig zu differenzieren, ob die Gefühle von Überforderung nicht von uns nahestehenden Menschen (Mutter, Eltern, Partner, Kinder) stammen.
Ich kann mit jeder Situation umgehen, seit ich mich nicht mehr hilflos fühle, weil Gott für mich da ist. Auch weil ich mich Gott und seiner Liebe, die alles beinhaltet, Freud und Leid, hingebe.
Herzlichst
August

17.09.2025
Überforderung
Ich sehe, wie viele Menschen im Zustand der Überforderung stecken. „Das muss doch alles irgendwie noch zu schaffen sein!“ ist der Ruf, den ich von Menschen höre. Diese Aussage lässt sich sogar noch steigern durch das Gefühl, es ist noch immer zu wenig, was ich tue, da muss doch noch mehr gehen. Viele erkennen nicht, dass der Gipfel der Überforderung schon überschritten ist.
Erst wenn sie zugrunde gehen (Krankheit, Burn-out, psychische Probleme) dh. den Boden der Realität erreicht haben, kommt die Erkenntnis. Wenn man sich der Wirklichkeit stellt, kann sich das Blatt wenden. Kommt man in die Demut (anerkennen der Realität) kann es gut weiter gehen. Dann ist eine heilsame Auferstehung möglich.
Herzlichst
August

10.09.2025
Liebe
Erfahrungen zu machen ist wichtig! Was du erfahren hast, davon bist du frei, bzw. kannst du dem mit großer Gelassenheit begegnen. Jede in Erkenntnis gewandelte Erfahrung beinhaltet einen göttlichen Funken.
Liebe ist die wichtigste aller Erfahrungen. Liebe heißt total offen und verwundbar zu sein. Die Liebe will, dass ich durch die Hilflosigkeit gehe und aufgebe. Eine Lernaufgabe der Liebe ist die Hingabe. Hingabe ist erst möglich, wenn ich mein Ego aufgebe und mich und mein Wollen loslasse. Häufig ist dies der Endpunkt der totalen Hilflosigkeit. Hingabe ist das schwierigste auf der ganzen Welt.
Was ich mich einmal fragen sollte: Wie habe ich es bisher geschafft, der Liebe zu entgehen? Starke Außenorientierung, permanente Aktivität, ständiges Beschäftigt-Sein, die Welt verbessern zu wollen und Ängste sind so einige Möglichkeiten.
Wer nicht lieben kann, kann sich nicht entspannen. Wenn ich mich entspannen kann, wird mein Leben von Liebe erfüllt.
Herzlichst
August

03.09.2025
Gottesdienst
Gottesdienst ist immer Menschendienst. Es besteht eine Gefahr für Menschen, die Gott im Blick haben. Sie haben zwar Gott im Blick, können aber den Menschen aus den Augen verlieren. Ich möchte auf Gott zugehen, aber nicht am Menschen vorbei. Menschen sollen sich um das Herz der anderen Menschen kümmern.
Wenn wir auf Menschen zugehen, gehen wir auf Gott zu. Gott begegnet uns immer im Anderen. Aber nicht nur in Menschen, auch in Tieren, Pflanzen, der Natur und auch in allen Gegebenheiten, die auf uns zukommen.
Herzlichst
August

27.08.2025
Armut
Armut ist nicht Spiritualität. Armut ist der Grund dafür, dass Spiritualität verschwindet. Wenn es an Lebensnotwendigem mangelt, liegt der Fokus auf der Beseitigung dieses Mangels und es bleibt kein Raum für Spiritualität. Wenn ich äußerlich reich bin, erst dann wird mir der Kontrast zur inneren Armut bewusst. Wenn ich äußerlich arm bin, wird kein Kontrast zur inneren Armut spürbar.
Wenn äußere Armut auf innere Armut trifft, entsteht falsche Zufriedenheit. Sowohl bei äußerer Armut als auch bei äußerem Reichtum braucht es aber grundsätzlich ein Interesse an Spiritualität, an einer Rückverbindung mit Gott.
Herzlichst
August

20.08.2025
Misstrauen
Das Ziel von Vertrauen und Kooperation ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Aufkommendes Misstrauen muss anerkannt werden. Jedes Misstrauen muss aufgearbeitet und gewandelt werden. Misstrauen soll für unsere Sicherheit sorgen. Gefühltes Misstrauen kann erlöst werden durch situationsgerechte Vorsicht zum Selbstschutz.
Auch jedes Misstrauen Gott gegenüber muss anerkannt, aufgearbeitet oder gewandelt werden. Ich frage mich: Wo vertraue ich Gott nicht? Kann ich ihm sehenden Auges einen Vertrauensvorschuss geben? Wo sollte ich ihn um Vertrauen bitten? Worauf vertraue ich – blind oder sehenden Auges? Was ist mit meinem Urvertrauen? Ich möchte mit Gott kooperieren und zusammenarbeiten, dazu ist die Beantwortung dieser Fragen wichtig.
Herzlichst
August

13.08.2025
Vertrauen
Woraus setzt sich Vertrauen zusammen? Aus Liebe, aus einem offenen Herzen, aus Vergebung, aus sich verlassen können, aus zuverlässig sein, aus Glauben, aus mutig sein und sich trauen. (Auch eine Trauung braucht Vertrauen).
Ich selber stelle fest, dass ich ein großes Vertrauen in das Leben und damit in Gott habe. Echtes Gottvertrauen kann man nur am Vertrauen ins Leben messen. Es kann nichts passieren, was nicht geplant ist (Plan Gottes). Und ist etwas geplant, ist es so gut wie nicht zu verhindern.
Es braucht im täglichen Leben ungemein viel Vertrauen. Z.B.: dass die Uhr stimmt, das Auto fährt, das Licht brennt, das Geschäft offen ist, Nahrungsmittel da sind usf. Ohne Vertrauen ist kein echtes Leben möglich. Ohne Vertrauen ist auch kein psychisch gesundes Leben möglich.
Vertrauen ist und war für mein Leben und Wirken enorm entscheidend. Wenn meine Klienten mir nicht vertrauen, stehe ich auf verlorenem Posten. Besonders stark wirkt für mich die Aussage Gottes, dass er mir vertraut.
Einen Vertrauensvorschuss zu geben ist für jedes Zusammenwirken aber auch jede Beziehung existentiell notwendig. Besonders für den Start. Nicht blindes Vertrauen, sondern sehendes Vertrauen ist gefragt.
Was ist Urvertrauen? Ist das, was Kinder ins Leben mitbekommen und ohne das sie nicht überleben können.
Herzlichst
August

06.08.2025
Dankbarkeit
Einen Grund zu Dankbarkeit haben (ist anlassbezogen) und Dankbarkeit fühlen können (ist erkenntnisbezogen), sind zwei verschiedene Dinge. Man kann nicht dankbar sein, wenn es einem schlecht geht.
Gibt es in jeder Lebenslage Grund, dankbar zu sein? Ja!
Können wir dann wirklich jederzeit dankbar sein? Nein!
Das tiefe Vertrauen ist ein Wesenszug der Dankbarkeit. Die Erkenntnis, dass vieles Geschenk ist, ebenso. Dankbarkeit macht die Fülle bewusst. Gibt es kein Gespür für die innere Fülle, die Fülle des Lebens, ist meist auch kein Sensorium für die äußere Fülle vorhanden. Dies bewirkt, dass trotz äußerer Überfülle ein Gefühl des Mangels vorherrscht.
Herzlichst
August

30.07.2025
Schicksal
Was ist mein Schicksal und wo habe ich Wahlmöglichkeiten?
Woher weiß ich, ob etwas schicksalhaft ist? Gott sagt, das kannst du nur im Nachhinein feststellen. Im Vorhinein besteht jede Menge Chance, etwas zu verändern oder anders zu machen. Dies ist jedoch meist ein unbewusster Akt. Es kann aber auch schon zu spät sein, dann ist es schicksalhaft.
Schicksalhaft ist es, wenn es ohne menschliche Einwirkung, ohne menschliches Zutun geschieht. Schicksalhaft ist es auch, wenn es in der göttlichen Vorsehung so angelegt ist.
Herzlichst
August

23.07.2025
Demut und Bitten
Ich erinnere mich an den Auftrag Gottes: „Lehre ihnen das Bitten!“ Das Bitten ist der zentrale Akt der Demut.
Was ist da zu lehren?
Das Bitten hat das Ziel, mich empfänglich zu machen für die Geschenke Gottes, damit ich wirklich erkenne, was mir gegeben wird. Bitten bedingt, dass ich meine innerste Not und Bedrängnis erkenne. Es ist das, was not-wendig ist, also meine Not wendet. Darauf kann ich meine Bitte begründen.
Bitten und nicht fordern. Manche haben gebeten und nicht bekommen und sind enttäuscht. Wird nämlich aus Angst gebeten, kann es passieren, dass eine Forderung daraus wird.
Viele glauben, alles selbst erledigen zu müssen und kommen gar nicht auf die Idee, um Hilfe zu bitten oder Hilfe anzunehmen. Ich bezeichne das als fehlende Kooperation mit Gott.
Es gibt zwei Wege Gott zu bitten:
Ich übergebe alles an Gott mit der Bitte um Wandlung. Ich belasse es bei ihm und hole es mir nicht mehr zurück.
Ich bitte um Gottes Beistand bei einem Projekt, Thema, usf.
Herzlichst
August